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Eigentlich müsste dieser Beitrag "Handwerkzeuge in der Maschinenwerkstatt" heißen. Denn es geht nicht um das Thema Holzbearbeitung mit Handwerkzeugen im allgemeinen, sondern vielmehr darum, wie man Handwerkzeuge und Maschinen sinnvoll kombinieren kann. Denn auch in einer Werkstatt, die in erster Linie auf die Arbeit mit Maschinen ausgelegt ist, können Handwerkzeuge eine wichtige Rolle spielen. Damit meine ich nicht nur Hammer und Schraubendreher, sondern vielmehr die klassischen Handwerkzeuge des Tischlers, wie Handhobel, Handsäge, Ziehklinge oder auch altbewährte Messwerkzeuge.
Viele Menschen, die sich in Ihrer Freizeit mit der Bearbeitung von Holz beschäftigen, üben dies ganz bewusst nur, oder zum größten Teil mit Handwerkzeugen aus. Andere hingegen arbeiten fast ausschließlich mit maschineller Unterstützung. Ich persönlich bin der Meinung, dass sich beide "Welten" sehr gut ergänzen können. Zwar überwiegt auch in meiner Werkstatt der Anteil der Maschinenarbeit, aber ich setze oft Handwerkzeuge ein, wenn ich der Meinung bin, dass dies schneller geht, kostengünstiger ist oder ganz einfach die besseren Ergebnisse liefert.
Viele Arbeiten lassen sich, entgegen der allgemeinen Meinung, schneller mit Handwerkzeugen durchführen, als mit Maschinen. So reicht ein Hobelstrich aus, die Kante eines Holzbrettes so zu glätten, dass sie fertig für die Oberflächenbehandlung ist. Mit einer Schleifmaschine wären mitunter mehrere Arbeitsgänge mit verschiedenen Schleifpapieren notwendig.
Auf den folgenden Seiten möchte ich einige Handwerkzeuge vorstellen, die ich selbst in meiner Werkstatt benutze.
Der erste Artikel dieser Reihe behandelt das Thema Handhobel, der zweite die Handsägen. Weitere Beiträge werden in den nächsten Wochen folgen. Unter anderem wird es um das Thema und "Messwerkzeuge" gehen.
Bevor ich auf die einzelnen Werkzeuge eingehe möchte ich an dieser Stelle zunächst einmal einige Allgemeine Dinge zum Thema Handwerkzeuge aufführen, die bei der Auswahl des "richtigen" Werkzeugs helfen sollen. detaillierte Einkaufstipps gibt es dann in den einzelnen Beiträgen, spezifisch auf die jeweiligen Werkzeuge.
Diese Frage ist kaum zu beantworten, da jeder seine persönliche Definition des Begriffes "teuer" hat. Ein Werkzeug muss in der Lage sein, seine Aufgabe zu erfüllen. Es gibt immer Werkzeuge die dies sehr gut können, welche die es weniger gut können und welche, die eben dies nicht können. Die letzteren zu erkennen ist nicht immer einfach. Wichtig bei der Werkzeugwahl ist, das richtige Werkzeug für eine Aufgabe zu finden. Ein Werkzeug kann noch so gut und so teuer sein, wenn es für die zu lösende Aufgabe das falsche Werkzeug ist, wird die Arbeit nicht gelingen.
Wenn man bereit ist, in ein Werkzeug noch ein wenig Arbeit zu investieren, kann man auch mit preiswerten Werkzeugen gute Ergebnisse erzielen. Ein Beispiel hierfür sind meine Handhobel, die in der unteren Preisregion angesiedelt sind, aber nach einigen Verbesserungen doch sehr gut funktionieren. Ein anderes Beispiel sind Handsägen. Eine günstige Handsäge kann durch nachschärfen zu einem sehr guten Werkzeug werden.
Wenn man sich eingehender mit der Holzbearbeitung beschäftigt wird man früher oder Später über eine Grundausstattung an Handwerkzeugen nachdenken. Die Meinungen über den Umfang dieser Grundausstattung gehen sehr stark auseinander, daher soll die nachfolgende Auflistung nur ein Beispiel für eine sinnvolle Minimalausstattung sein.