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Sicherheit in der Werkstatt

Im Hobbybereich, wo es keine kontrollierenden und regelnden Institutionen, wie die Berufsgenossenschaften gibt, spielt das Thema Arbeitssicherheit oft eine Nebenrolle. Mit Sicherheit möchte niemand bewusst Risiken eingehen. Oft ist es das Fehlen entsprechenden Fachwissens, oder einfach nur das Unterschätzen von Gefahren, was zu brenzligen Situationen und Unfällen führen kann.

In der Holzbearbeitung gibt es nur wenige nicht- spanende Arbeitsgänge. Holz wird mit scharfen, sich teils schnell bewegenden Schneiden bearbeitet. Der Sichere Umgang mit Werkzeugen und Maschinen sollte daher jedem Anwender am Herzen liegen.

Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen einiges Zeigen, was sie dabei unterstützt, sicher in Ihrer Werkstatt zu arbeiten. Dabei beziehe ich mich in erster Linie auf die Werkzeuge und Maschinen, die ich selbst einsetze.

Inhalt:

Allgemeine Sicherheitshinweise

Ordnung erhöht die Sicherheit

Kabel laufen quer über den Boden, Holzklötzchen liegen ebenfalls am Boden, aufgrund fehlender Absaugung ist der glatte Kellerboden voll mit Spänen, Werkzeuge liegen überall herum, die Ecken stehen voll mit Holzresten. Leider sieht man ein solches Bild recht häufig, wenn man Hobbywerkstätten betritt. Besonders beim Arbeiten mit Maschinen, sollte der Weg immer frei sein. Schnell ist es passiert, dass man über ein Kabel stolpert oder auf einem herumliegenden Klötzchen ausrutscht. Staub und Späne auf einem glatten Boden werden schnell zu einer Rutschbahn. Umher liegende Werkzeuge, mit scharfen Schneiden führen schnell zu Verletzungen, wenn man unachtsam hinein greift.

Ordnung ist ein wichtiger Punkt zur Verbesserung der allgemeinen Arbeitssicherheit. Bereits einfache Maßnahmen verbessern die Sicherheit in der Werkstatt enorm. Umher liegende Kabel können Sie am einfachsten Vermeiden, indem Sie ausreichend Steckdosen installieren. So liegen Kabel immer auf dem kürzesten weg und nicht quer durch die ganze Werkstatt.

Lassen Sie sich nicht ablenken

Wer an Maschinen arbeitet, sollte sich nach Möglichkeit nicht ablenken lassen. Erklären Sie dies auch allen Familienmitgliedern und anderen Personen, die in Ihrer Werkstatt ein und aus gehen. Jemand, der an einer Maschine arbeitet, sollte niemals von hinten angesprochen werden. Werkstattbesucher sollten entweder warten, bis die Maschine steht, oder sich von vorne dem Maschinenbediener Nähern, um ihn nicht zu erschrecken. Denn schnell hat man eine unbedachte Bewegung gemacht, wenn man erschrickt. In der Nähe eines rotierenden Sägeblattes kann dies schnell zu schlimmen Verletzungen führen.

Richtige Kleidung

Weite Pullover, Uhren und Ringe sollten sie tunlichst nicht in der Werkstatt tragen. Zu hoch ist die Gefahr, dass sie von rotierenden Werkzeugen erfasst werden. Dabei wird nicht nur das Kleidungsstück beschädigt, nein, es führt dazu, dass ein Werkzeug, dass beispielsweise einen Pullover erfasst, den Arm mit in Richtung Werkzeug zieht. Schlimmer Verletzungen wären die Folge. Dies geschieht so schnell, dass der Maschinenbediener keine Möglichkeit mehr hat, die Hand wieder zurück zu ziehen.

Auch Handschuhe bergen bei der Arbeit mit drehenden Werkzeugen dieses Risiko und dürfen dabei nicht getragen werden. Ein Splitter im Finger ist zu verschmerzen, im Gegensatz zu einer Hand, die samt Handschuh in ein rotierendes Werkzeug gezogen wird.

Sicherheitsschuhe müssen in allen gewerblichen Werkstätten getragen werden. Auch in Hobbywerkstätten ist dies sinnvoll. Bei Sicherheitsschuhen handelt es sich nicht nur um einen Schuh mit Zehenschutz (Stahlkappen), sondern auch um feste Schuhe, in denen man guten Stand findet. Dies ist ein wichtiger Aspekt, denn oft ist ein guter Stand notwendig, zum Beispiel, beim Arbeiten mit schweren Werkstücken.

Persönliche Schutzausrüstung

Unter dem Begriff "persönliche Schutzausrüstung" versteht man Dinge wie Gehörschutz, Schutzkleidung, Schutzbrille Staubschutz oder Schutzhandschuhe. Diese Dinge sollten in Keiner Werkstatt fehlen. Besonders der Schutz des Gehörs und der Atemwege wird oft vernachlässigt. Als Mindestausstattung sollte man in einen Gehörschutz, eine Schutzbrille, Staubmasken und Einweghanschuhe investieren.

Mit der Anschaffung ist es aber nicht getan. Gehörschutz und Staubschutz müssen auch angewendet werden. Bei gut abgesaugten Maschinen ist der Staubschutz und eine Schutzbrille meist nicht notwendig. Das Tragen des Gehörschutzes sollte jedoch in Fleisch und Blut übergehen.

Anforderungen an die Werkstatt

Die Werkstatt in der man arbeitet sollte einige Bedingungen erfüllen, um sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise ein nicht zu glatter Bodenbelag. Denn Holzstaub und ein glatter Boden wirken wie Glatteis. Die Beleuchtung sollte ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Am Licht sollte man in einer Werkstat nicht sparen.

Werkzeuge werden oft an Werkzeugwänden befestigt. Bei einer solchen Werkzeugwand muss alles so befestigt sein, dass es nicht herab fallen kann und dass spitze Ecken und Kanten keine Gefahr darstellen. Es ist besonders beim Hantieren mit großen Werkstücken schnell passiert, dass man sich an einem aufgehängten Werkzeug verletzt.

Wenn die Möglichkeit besteht, trennen Sie die Stromkreise in der Werkstatt so, dass Licht und Maschinen eigene Sicherungen haben. Beim Licht ist es sogar noch besser, wenn hierfür zwei Sicherungen zuständig sind. Denn es wäre fatal, wenn eine Sicherung heraus fliegt, eine Maschine noch nachläuft und Sie dabei im Dunkel stehen. Ebenso fatal kann es sein, wenn das Licht mal komplett ausfällt und noch eine Maschine läuft. Bei mindestens drei Stromkreisen sind sie schon wesentlich sicherer, wenn es mal dazu kommt, dass eine Sicherung auslöst.

Notfallausrüstung

Trotz aller Vorsicht kann immer mal etwas passieren. Für diese Fälle ist es ratsam ein wenig Verbandmaterial in der Werkstatt zu haben. Ich selbst habe einen Verbankasten fürs Auto in der Werkstatt. In diesem ist alles notwendige enthalten, sollte mal etwas passieren.

Eine feine Pinzette sollten sie ebenfalls in der Werkstatt haben. Denn Holz Splittert und Splitter sind unangenehm. Holzsplitter in der Haut können sich entzünden. Besonders einige Tropenhölzer sind dafür bekannt, dass sich solche Wunden schnell und heftig entzünden können. Entfernen Sie daher Holzsplitter schnellstmöglich.

Sollte ein Splitter im Finger oder der Hand nicht mit der Pinzette zu entfernen sein, hilft oft ein Bad des Fingers oder der Hand in lauwarmem Wasser mit viel Kernseife darin. Mit ein wenig Glück treibt diese Behandlung den Splitter regelrecht heraus. Zumindest so weit, dass er mit der Pinzette zu greifen ist.

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