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Jedes Jahr findet in Darmstadt ein Holzwerkertreffen statt. Es nehmen in erster Linie Mitglieder des Internetforums http://woodworking.de an diesem Treffen teil. Veranstaltet wird dieses rein private und nicht kommerzielle Treffen von Gero und dem Darmstädter Holzwerkerstammtisch.
Ich selbst nahm an diesem Treffen das erste Mal teil. Der Folgende Bericht soll Ihnen einen Eindruck davon geben, was an diesem Tag so alles passiert ist und welche Atmosphäre auf diesem Treffen herrschte.
Nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir in Darmstadt an. Es war Samstag, ca. 9:00 Uhr am Morgen und die Teilnehmer, die bereits am Freitag angereist waren standen gerade erst auf. Nachdem wir (Gerhard W. und ich) von Gero, seiner Frau und Sohn Paul begrüßt wurden und uns kurz umgesehen hatten, wurde schon das Frühstück auf provisorischen Tischen angerichtet.
Nach und nach trafen weitere Teilnehmer ein. Es sollten insgesamt 40 Leute an diesem Tag werden. Kurz nach dem Frühstück begab sich Pedder bereits an die Werkbank und erklärte allen interessierten geduldig, wie man Sägen schärft. Die handgemachten Sägen von Klaus und Pedder waren an diesem Tag eines der wichtigsten Themen. Sie wurden nicht nur geschärft und bewundert, sondern auch zum Teil ausprobiert.
Nachdem nahezu alle erwarteten Teilnehmer eingetroffen waren, wurden zwei Spiele angekündigt. Bei einem Spiel musste man versuchen mit einer Zinkensäge so viele Schnitte wie möglich auf einer Breite von 11 Millimetern zu machen. Als Hauptpreis winkte die Säge selbst. Eine handgemachte Zinkensäge mit Griff aus Wenge und Messing Rücken. Ein exklusives Stück, dass Klaus und Pedder gemacht haben. Wer mehr über diese Sägen wissen möchte, sollte sich auf der Internetseite der beiden umsehen:
http://two-lawyers-toolworks.blogspot.com/
Ein weiteres Spiel, bei dem es Werkzeuge von http://feine-werkzeuge.de zu gewinnen gab, wurde lediglich angekündigt, aber nicht weiter erläutert. Es sollte noch Spannend bleiben.
An diesem Tag wurde eine Menge gefachsimpelt aber auch vieles ausprobiert. In der Gartenhütte war die Drechselbank aufgebaut, die den ganzen Tag fast ununterbrochen, bis in die späte Nacht hinein lief. Es wurden unter Anderem viele Klüpfel und Kreisel gedrechselt.
Zu sehen gab es an allen Ecken etwas, Felix zeigte seine tollen Arbeiten auf der Dekupiersäge, Gerd Fritsche hatte einige seiner exklusivsten Infill- Hobel mitgebracht und demonstrierte seine selbst entwickelte Schärfhilfe für Stemm- und Hobeleisen.
Viele Teilnehmer hatten Werkzeuge und Maschinen mitgebracht, so dass man vieles begutachten und selbst ausprobieren konnte.
Ein Höhepunkt des Tages war auch die Vorführung des "Alaskan Mill" von Dominik. Mit dieser einfachen Vorrichtung können Stämme zu Brettern und Bohlen geschnitten werden. Als Antrieb dient eine Benzin- Kettensäge, so dass man auch unabhängig vom Stromnetz, direkt im Wald Stämme auftrennen kann.
Zwischenzeitlich war es Mittag und Darmstadt zeigte sich von seiner schönsten Seite. Die Sonne schien, die Temperaturen waren angenehm.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Fachgespräche und des Ausprobierens. An allen verfügbaren Tischen wurden Werkzeuge und Maschinen ausgepackt. So mancher probierte Maschinen in für ihn ungewohnten Farben aus. Das Angebot an Maschinen zum Begutachten und Ausprobieren reichte von Akkuschraubern über Oberfräsen und Handkreissägen bis hin zu Stichsäge und Dübelfräse.
Das zweite Spiel, das bereits am Morgen angekündigt wurde, begann bei Kaffee und Kuchen. Johannes M. breitete auf einem Tisch viele Handwerkzeuge aus, die es zu benennen gab. Natürlich waren dies keine Werkzeuge, die man täglich benutzte und die somit jeder gleich erkannte, sondern seltene oder sehr spezielle Werkzeuge. Erschwerend kam hinzu, dass die Liste mit den Werkzeugnamen auch einige Einträge von Werkzeugen enthielt, die nicht auf dem Tisch lagen. Auf dem Tisch lagen dafür noch Werkzeuge, die nicht auf der Liste standen.
Um ca. 17:00 wurden die Sieger der beiden Spiele bekanntgegeben. Beim Sägenspiel gab es nur einen Gewinner, da es auch nur einen Preis gab. Die Zinkensäge ging an Dominik, der buchstäblich am besten abschnitt. Die Tatsache, dass Dominik zum ersten mal eine solche Säge in der Hand hatte und dennoch das beste Ergebnis ablieferte spricht für die Qualität der Säge.
Die acht besten beim Werkzeug- Erkennung- Spiel durften sich in der Reihenfolge ihrer Platzierung einen der gestifteten Preise aussuchen.
Am Abend wurde gegrillt. Zum Essen gab es Livemusik und nette Gespräche. Bis zum Abend wurde weiter gefachsimpelt, vorgeführt und ausprobiert. Die Atmosphäre war wirklich beeindruckend. Menschen aller Altersstufen und Berufsgruppen, die sich zuvor teilweise nur aus einem Internetforum kanten saßen gemütlich beisammen, als kenne man sich schon lange. Alle verbindet die Leidenschaft zum Holz.
Für mich war dies ein ganz besonderer Tag. Ich habe viele Menschen, die ich bisher nur aus dem Forum und über den Kontakt per E-Mail kannte persönlich kennengelernt. Wir fuhren erst nach Mitternacht wieder nach Hause. Zu dieser Zeit war aber das Treffen immer noch im Gange, da einige Teilnehmer erst am darauf folgenden Sonntag wieder abreisten und in Darmstadt übernachteten.
Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle bei Gero und seinen Helfern bedanken. Es ist schon erstaunlich, was ihr da alles auf die Beine gestellt habt. Ich werde bestimmt im kommenden Jahr wieder dabei sein.
Das Video zeigt einige kurze Impressionen vom Treffen.
Dieses Video in hoher Auflösung (19,6MB, Dateiformat *.mp4)
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