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Die Vorgestellte Maschine wurde mir zum Test von Festool bereitgestellt. Details zu diesem Thema finden sie hier: Testgeräte von Festool
Der Festool CTM 36 E ist ein Werkstattsauger für den professionellen Einsatz. Die CTM Modelle gibt es in verschiedenen Größen, die sich jedoch lediglich durch das Volumen des Schmutzbehälters unterscheiden. Die kleineren Modelle sind für den Einsatz auf der Baustelle konzipiert, während die größeren besser für den Einsatz in der Werkstatt geeignet sind.
Die CTM Modelle haben eine Zulassung für die Staubklasse M. Dies bedeutet, dass sie auch für den gewerblichen Einsatz in der Holzverarbeitung zugelassen sind. Voraussetzung für eine solche Zulassung ist unter Anderem dass in der Abluft des Saugers nur noch minimale Mengen an Holzstaub enthalten sein dürfen und dass der Volumenstrom überwacht wird.
Ein solcher Sauger sorgt auch in der Hobbywerkstatt für eine Verringerung der Staubbelastung. Dies kommt der Gesundheit des Anwenders zu Gute und hilft darüber hinaus auch noch die Werkstatt sauber zu halten.
Geliefert wird der Sauger mit einem Staubbeutel, einem Absaugschlauch mit 3,5m Länge und 27mm Durchmesser, sowie einer Abdeckkappe für den Schlauchanschluss. Weiteres Zubehör muss separat erworben werden. In meinem Fall kann ich das Zubehör des bereits vorhandenen Protool Saugers weiter benutzen, da es zum Festool Sauger passt.
Der Hauptschalter hat drei Stellungen. Neben der Stellung "0", welche den Sauger komplett ausschaltet, gibt es die Stellung "Man", welche einem normalen Einschalten des Saugers entspricht und die Stellung "Auto", welche die Gerätesteckdose steuert.
In diesem Automatikmodus wird der Sauger immer dann eingeschaltet, wenn ein Gerät, das an der Gerätesteckdose angeschlossen wird eingeschaltet wird. Nach dem Ausschalten dieses Gerätes läuft der Sauger noch einige Sekunden nach, so dass der Saugschlauch komplett leer gezogen wird. An die Gerätesteckdose dürfen Verbraucher mit einer Leistngsaufnahme von maximal 2400 Wat angeschlossen werden.
Neben dem Hauptschalter finden sich am Bedienfeld des Festool CTM 36 E noch zwei weitere Schalter. Einer der Schalter ist zur Einstellung des Schlauchdurchmessers. Diese Einstellung ist notwendig, damit die Überwachung des Unterdruckes funktioniert, da diese je nach Schlauchdurchmesser unterschiedliche Werte überwachen muss. Bei zu geringem Unterdruck, beispielsweise durch einen verstopften Schlauch oder einen vollen Filtersack ertönt ein Warnton.
Unter diesem Wahlschalter befindet sich ein Schalter zur stufenlosen Regulierung der Saugleistung. Dies ist sinnvoll, da besonders bei Schleifarbeiten die Saugleistung verringert werden sollte. Ein zu starker Sog reduziert die Leistungsfähigkeit von Schleifmaschinen, da sie auf der zu schleifenden Oberfläche regelrecht festgesaugt werden.
Zwischen den drei Schaltern und der Gerätedose befindet sich eine Abdeckung. Dort können nachträglich weitere Module eingebaut werden, beispielsweise weitere Gerätesteckdosen, oder ein Druckluftmodul, so dass mit dem Sauger auch Druckluftwerkzeuge betrieben werden können.
In den Schmutzbehälter wird der Filtersack eingelegt. Er kann 36L Schmutz aufnehmen. Der korrekte Sitz des Filtersackes wird durch eine Klammer sichergestellt. Diese Klammer hält den Filtersack sicher an Ort und Stelle. Bei Festool ist es üblich, alle Bedienelemente in grün auszuführen. Dies gilt auch für diese Klammer, die beim Einlegen des Filtersackes hochgezogen wird und einrastet, wenn der Filtersack richtig sitzt.
Die drei Kontakte, die man auf dem Bild erkennt dienen zur Abschaltung des Saugers beim Aufsaugen von Flüssigkeiten und gehören zur Antistatikfunktion des Saugers.
Die Funktion mit dem Namen "Sys-Dock" erlaubt es auf dem Sauger Systainer zu fixieren. Dies ist in vielerlei Hinsicht nützlich. So kann man den Sauger als zusätzliche Ablagefläche nutzen, Werkzeug damit transportieren, oder auch Werkzeug, das man oft im Zusammenhang mit dem Sauger benutzt direkt darauf platzieren.
Es passen sowohl die neuen T-Lock Systainer, als auch die Classic- Line Systainer auf den CTM 36 E
Das Fixieren der Systainer gestaltet sich sehr einfach. Der Systainer wird aufgeschoben und mit zwei Schiebern fixiert.
Beim ersten Einsatz des Saugers in der Werkstatt habe ich Nuten mit einem Scheibennuter gefräst. Dabei habe ich den Systainer der Oberfräse auf den CTM36E gesetzt und diesen als Ablage benutzt. Dies ist eine sehr nützliche Funktion. Man hat alles Zuebhör zur Maschine an Ort und Stelle und eine Ablage für die Maschine mit der man arbeitet.
Ich habe ich sehr schnell an diese Funktion gewöhnt und setze den Sauger mittlerweile immer als zusätzliche Ablage ein, wenn ich ihn zur Absaugung von Elektrowerkzeugen benutze. Besonders in einer so kleinen Werkstatt, wie ich sie habe, ist jede Ablagemöglichkeit willkommen, die auf Dauer keinen zusätzlichen Platz kostet.
Auf der Oberseite des Saugers befindet sich das Schlauchdepot. Hier kann der Saugschlauch nach der Arbeit aufbewahrt werden. Er ist sicher verstaut und nicht im Weg. Auch das Anschlusskabel kann dort verstaut werden. Für das 7,5m lange Kabel gibt es jedoch auch einen Kabelaufwicklung, an der Rückseite des Saugers. Diese wird getrennt mitgeliefert und kann, wenn man sie verwenden möchte, mit zwei Schrauben befestigt werden.
Der Sys-Dock funktioniert auch, wenn Kabel und Schlauch im Schlauchdepot sind. Ebenfalls im Schlauchdepot befindet sich der Tragegriff
Beim ersten Einsatz des CTM 36E am Exzenterschleifer musste ich zunächst einmal herausfinden, wie stark die Saugleistung reduziert werden muss, damit die Schleifmaschine nicht bei ihrer Arbeit behindert wird, aber dennoch genügend Absaugleistung zur Verfügung steht. Die Kontrolle des Volumenstromes und ein ertönendes Warnsignal bei Unterschreitung des Mindestwertes helfen hierbei sehr.
Wir der Sauger so eingestellt, dass der Warnton erklingt, dreht man die Saugleistung noch ein wenig nach oben und die Einstellung zum Schleifen ist optimal. Die Schleifmaschine wird nicht zu sehr auf das Holz gesaugt, aber die Saugleistung ist ausreichend für ein absolut staubfreies Arbeiten. Auf der Fläche bleibt kein Schleifstaub zurück und die Luft in der Werkstatt bleibt sauber.
Das nebenstehende Bild zeigt auch sehr schön, dass der Sauger nicht nur auf Maschinen von Festool passt. Ich habe keine Maschine in meiner Werkstatt, für die ich einen Adapter benötigen würde, um den Schlauch anzuschließen. alles passt mit der mitgelieferten Anschlussmuffe.
Beim Schleifen macht sich eine weiteres Ausstattungsmerkmal des Saugers bemerkbar. Er ist mit einem Antistatikpaket ausgerüstet, das wirkungsvoll verhindert, dass sich der Schlauch und der Sauger statisch auflädt, was besonders bei Schleifarbeiten schnell passiert. Statische Aufladung zieht Staub an und führt bei Körperkontakt dazu, dass man "eine gewischt bekommt". Beides passiert beim CTM 36 nicht.
Der Festoo Cleantex CTM 36 E ist nicht nur ein einfacher Werkstattsauger, sondern eine durchdachte Absauglösung. Neben den Funktionen, die man von jedem Werkstattsauger erwarten kann bietet dieser Sauger viele durchdachte Details, die das Arbeiten sehr erleichtern. Schlauchgarage, Sys-Dock und Bremse sind Dinge, die man sehr schnell nicht mehr missen möchte.
Mit entsprechenden Filtern kann das Gerät auch zum Aufsaugen von Flüssigkeiten benutzt werden
Viele Kleinigkeiten fallen auch erst auf, wenn man vorher andere Geräte gewohnt war. So zum Beispiel die Verschlüsse, die das Oberteil mit dem Schmutzbehälter verbinden. Bei den meisten Saugern sind dies einfache Schnäpper, die beim verschließen doch wieder irgendwie im Weg sind. Beim Festool CTM 36E hat man hier Federn eingebaut, die dafür sorgen, dass diese Verschlüsse beim Aufsetzen der Motoreinheit auf den Schmutzbehälter nicht im Weg sind. Oder aber auch die Halteklammer, die den Staubbeutel sicher in Position hält. Solche Kleinigkeiten finden sich viele an diesem Gerät. So manches fällt noch nicht einmal auf, wenn man nicht darauf achtet. Man erkennt jedoch schnell, dass sich der Hersteller bei diesem Sauger viele Gedanken gemacht hat.
Aber ein wenig Kritik muss auch sein. Die Bedienungsanleitung ist im Bezug auf den Einsatz des Staubbeutels sehr verwirrend. Es handelt sich um eine Anleitung für den CTM 36E und für den CTM 36E AC. Die AC Modelle haben eine automatische Abreinigung des Filters (AutoClean) und müssen daher nicht mit Filterbeuteln betrieben werden. Es können sogenannte Entsorgungssäcke eingesetzt werden. Der CMT 36E ohne AutoClean muss jedoch mit Filtersäcken ausgestattet werden. Hier wäre eine deutlichere Beschreibung in der Bedienungsanleitung wünschenswert. Um in diesem Punkt Klarheit zu bekommen habe ich bei Festool nachgefragt und folgende Antwort erhalten:
Wenn man den CTM ohne AC Funktion mit Entsorgungssack betreiben würde, würde sich der Staub im Hauptfilter festsetzen, das wäre schlecht.
Der Entsorgungssack hat 2 Funktionen:
a) Er ist die Anforderung zur Zulassung für die Staubklasse M, eine staubarme Entsorgung muss gewährleistet sein
S. dazu auch http://www.dguv.de/ifa/de/pra/staubklassen/index.jsp bzw. die dazugehörige PDF Datei: http://www.dguv.de/ifa/de/pra/staubklassen/staubkl.pdf
b) mit ihm ist die Arbeit einfach komfortabler & sauberer
Ich habe ein Video gemacht, in dem ich den Sauger und seine Komponenten kurz zeige. Das Video zeigt auch zwei praktischen Anwendungen, einmal beim Auftrennen von Massivholz mit der Handkreissäge und einmal beim Fräsen mit einem Scheibennuter. Letzteres ist ein recht harter Test, da Scheibennuter die Späne nicht in Richtung des oberen Absaugstutzens werfen. Dennoch schlägt sich der Sauger hierbei sehr gut. Eine Absaughaube, die unter der Laufsohle angebracht werden kann, würde das Absaugergebnis nochmal stark verbessern.
Dieses Video in hoher Auflösung (20,7MB, Dateiformat *.mp4)
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Der CTM 36E ist nun einige Monate im Einsatz. Ich habe ihn bereits bei allen anfallenden Arbeiten im Einsatz. Sei es an der Tischkreissäge, an verschiedenen Schleifmaschinen, der Oberfräse, Kreissäge oder Stichsäge. Auch zum reinigen der Werkstatt und des Autos wird der Sauger regelmäßig benutzt. Die Absaugleistung ist in allen Anwendungsfällen vollkommen ausreichend. Als sehr nützlich beim Schleifen mit dem Rutscher und dem Handschleifklotz hat sich die Regulierung der Saugkraft erwiesen. Die Leistung des Saugers kann sehr gut auf das Schleifgerät abgestimmt werden.
Der CTM 36E wird ohne Zubehör geliefert. Daher habe ich mir noch ein Absaugset im Systainer gekauft. Dieses beinhaltet alles was man für die üblichen Reinigungsaufgaben benötigt. Alles kann ordentlich, übersichtlich und platzsparend im Systainer verstaut werden, der bei mir in der Regel auf dem Sauger montiert ist. So ist immer alles Griffbereit.
Die Möglichkeit Systainer auf dem Sauger zu befestigen nutze ich sehr oft. So wird der Werkstattsauger zu einem mobilen Arbeitsplatz. Man hat alles, was man benötigt am Platz und die Oberseite des Systainers dient als zusätzliche Ablagefläche. Mit den neuen T-Loc Systainern kann man auch bequem mehrere Systainer übereinander auf dem Sauger montieren, ohne dass man ständig umpacken muss.
Derzeit habe ich den dritten Staubsack in Benutzung. Es dauert recht lange, bis die 36 Liter voll sind. Somit muss man nicht so oft den Sack wechseln. Der Wechsel selbst geht nahezu staubfrei von Statten. Der Sauger macht die Staubsäcke komplett voll, wie man auf dem nebenstehenden Bild sehen kann. Man erkennt den Abdruck der Motorabdeckung.
Durch die Verwendung der Selfclean Filtersäcke bleibt der Hauptfilter nahezu Staubfrei. Daher ist auch erst bei einem komplett gefüllten Staubsack ein Leistungsverlust bemerkbar. Diesen signalisiert das Gerät mit einem Warnton.