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Mobiler Schärfplatz

Ich habe in miener Werkstatt keinen Platz zur Einrichtung eines permanenten Schärfplatzes. Daher habe ich mir einen mobilen Schärfplatz zusammengestellt, der es ermöglicht, alles was man zum Schärfen mit Wassersteinen benötigt schnell auf der Werkbank aufzubauen. Wichtig war mir dabei, eine Lösung zu finden, bei der so wenig Wasser wie möglich auf die Werkbank gelangt.

Alles zusammengepackt benötigen die Utensileien zum Schärfen nur sehr wenig Platz. Alles kann in einer einzigen Schublade verstaut werden. Derzeit benutze ich noch Steine, die immer im Wasser liegen müssen. Es gibt aber auch Steine, die nur zum Schärfen mit Wasser benutzt werden, aber trocken gelagert werden. Sollte ich einmal neue Steine benötigen, werde ich zu dieser Variante greifen, da die Lagerung in einer Schublade wesentlich einfacher ist.

Die einzelnen Komponenten:

Der Aufgebaute Schärfplatz bietet alle Komponenten, die man benötigt. Bequem ist, wenn ein Wasseranschluss oder Waschbecken in der Nähe ist. Ich habe in meiner Werkstatt einen Wasserhahn an der Werkbank, der ein Relikt der ursprünglichen Kellernutzung ist. Ein Waschbecken oder einen Abfluss habe ich nicht in direkter Nähe.

Das nebenstehende Bil zeigt sehr deutlich, dass die Werkbankplatte zum großen Teil vor Wasser geschützt ist. Die Plastikwannen sind in der Größe so gewählt, dass sie sich mit dem Rand gegenseitig ein wenig überdecken.

Die flache Schale wird benutzt um die Steine und das Schleifpapier während des Schärfens, bzw. Abrichtens der Steine vom Abrieb zu säubern. die Steine und das Schleifpapier werden dazu über der Schale abgespült. Ich benutze hieru eine Wasserflasche, die eigentlich als Leimflasche gedacht war.

Die Gummimatte dient als Unterlage für die Wassersteine. Es handelt sich hierbei um eine einfache Fussmatte aus Gummi, aus dem Autozubehör. Wichtig ist, dass die Matte eine kleine Menge Wasser aufnehmen kann, ohne dass dies auf die Werkbank gelangt. Eine einfache, flache MAtte ohne rand oder Riffelung würde nicht gut funktionieren, da bei der Arbeit mit den Steinen immer wieder Wasser auf die Matte gelangt.

Die Schleifhilfe ermöglicht es, den Fasenwinkel wiederholgenau einstellen zu können und hilft die Schneiden im rechten Winkel zu schärfen. Man muss nicht so sehr auf die genaue Handhaltung achten, wie beim Freihandschärfen. Dies macht den Schärfvorgang für mich einfacher. Die Gezeigte Vorrichtung verfügt überdies über die Möglichkeit, nach dem Schleifen der Fase eine Microfase anzuschleifen, ohne das eingespannte Eisen zu entnehmen.

Ich hatte einmal eine sehr einfache Schleifhilfe, welche schlecht einzstellen war, das Eisen ungenügend geführt hat und bei weitem nicht so einfach zu benutzen war, als die abgebildete. Mit dieser einfachen Schleifhilfe konnte ich bei weitem keine so guten Ergebnisse erziehlen wie mit der neuen.

Ein Nachteil dieser Führungen ist allerdings, dass die Rolle über dem Stein läuft und diesen mit abnutzt.

Die Granitfliese dient mit aufgelegtem Schleifpapier zum Abrichten der Wasersteine. Nach einigem Gebrauch bilden sich auf den Steinen unebenheiten und Riefen. Diese erschweren das erzeugen einer geraden, gleichmäßigen und rechtwinkligen Schneide. Daher müssen die Steine immer wieder abgerichtet werden. Zum Abrichten benötigt man eine ebene Unterlage, die nicht nachgibt. Granitfliesen oder Glasplatten bieten einen solchen Untergrund und sind sehr preisgünstig.

Einen Grundlagenartikel zum Thema Schärfen, der auch den Schärfplatz in Aktion zeigt finden Sie hier:
Grundlagen - Schärfen von Werkzeugen